Pos. 42
Macintosh SE, Apple Computer Inc., Frogdesign, 1987–1990
345 × 244 × 277 mm
Kunststoff, Metall, Glas
Kuratiert von Jonas Deuter, Kurator Grafikdesign am Museum Angewandte Kunst
Berühren erlaubt.
Mit dem Macintosh bringt Apple ab 1984 Computer auf den Massenmarkt, die sich über grafische Benutzeroberflächen bedienen lassen. Aufgrund der neuen Möglichkeiten dieser Oberfläche entsteht Software für Layout, Bildbearbeitung, Grafik oder auch digitale Schriftproduktion. Der Computer wird zu einem kompakten und universellen Werkzeug für Gestaltung, Satz und Druckvorstufe. Was mit Gutenbergs beweglichen Lettern begann, findet im Desktop Publishing (DTP) eine neue Form.
Mit der Verlagerung grafischer Arbeiten in den digitalen Raum verändern sich damalige gestalterische Berufsbilder drastisch. Ganze Berufsstände wie Setzer*innen werden auf einen Schlag obsolet – die im Gegensatz zu den digital und meist freiberuflich arbeitenden Grafikdesigner*innen oft noch den Schutz von Gewerkschaften genossen. Gestalter*innen haben zwar nun über zugängliche Hard- und Software die Freiheit, an und mit Text, Bild oder Schrift zu arbeiten, also den gesamten Gestaltungsprozess zu kontrollieren. Doch diese „Unabhängigkeit“ ist an Bedingungen geknüpft: Die Gestaltung von Hard- und Software nimmt Einfluss darauf, wie die damit gestalteten Dinge aussehen, und begrenzt Handlungsspielräume ebenso sehr, wie sie diese eröffnet. Darüber hinaus entstehen Abhängigkeiten von technischer Infrastruktur sowie von den Geschäftsmodellen der Hersteller.
Pos. 42
Macintosh SE, Apple Computer Inc., Frogdesign, 1987–1990
345 × 244 × 277 mm
Kunststoff, Metall, Glas
Kuratiert von Jonas Deuter, Kurator Grafikdesign am Museum Angewandte Kunst
Berühren erlaubt.
Mit dem Macintosh bringt Apple ab 1984 Computer auf den Massenmarkt, die sich über grafische Benutzeroberflächen bedienen lassen. Aufgrund der neuen Möglichkeiten dieser Oberfläche entsteht Software für Layout, Bildbearbeitung, Grafik oder auch digitale Schriftproduktion. Der Computer wird zu einem kompakten und universellen Werkzeug für Gestaltung, Satz und Druckvorstufe. Was mit Gutenbergs beweglichen Lettern begann, findet im Desktop Publishing (DTP) eine neue Form.
Mit der Verlagerung grafischer Arbeiten in den digitalen Raum verändern sich damalige gestalterische Berufsbilder drastisch. Ganze Berufsstände wie Setzer*innen werden auf einen Schlag obsolet – die im Gegensatz zu den digital und meist freiberuflich arbeitenden Grafikdesigner*innen oft noch den Schutz von Gewerkschaften genossen. Gestalter*innen haben zwar nun über zugängliche Hard- und Software die Freiheit, an und mit Text, Bild oder Schrift zu arbeiten, also den gesamten Gestaltungsprozess zu kontrollieren. Doch diese „Unabhängigkeit“ ist an Bedingungen geknüpft: Die Gestaltung von Hard- und Software nimmt Einfluss darauf, wie die damit gestalteten Dinge aussehen, und begrenzt Handlungsspielräume ebenso sehr, wie sie diese eröffnet. Darüber hinaus entstehen Abhängigkeiten von technischer Infrastruktur sowie von den Geschäftsmodellen der Hersteller.
All rights reserved 2026
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