Bitte nicht berühren.
Dies ist eine Auktion: Sie als Besucher*in sind eingeladen, das hier ausgestellte Objekt – zerlegt in seine Einzelteile – zu ersteigern. Im Zentrum dieser Objekt-Performance steht für Designer*in Mawuto Dotou die Frage: Was ist der Wert von Dingen? Und vor allem: Was sagt dieser über die Werte aus, die wir als Gesellschaft Menschen zuschreiben?
Ausgehend von einer persönlichen Auseinandersetzung im Verlauf des Fellowships wurde es für Dotou zunehmend schwierig, sich mit dem Besitz eines kultivierten Luxusobjekts zu identifizieren. Was macht Dinge zu Statussymbolen, was zu Luxusgütern? Und wie stehen diese Objekte in Beziehung zu einer globalen Realität, in der Unfreiheit für viele zum Alltag gehört – in der Menschen die Möglichkeit verlieren, sich frei zu bewegen, Schutz zu suchen oder ihr Leben selbst zu bestimmen?
Ein USM Haller Regal war für Dotou lange ein Objekt der Begierde. Als es im Rahmen des Fellowships schließlich in ihren Besitz überging, blieb es über Wochen ungeöffnet. In seiner Verpackung wurde es Teil des Alltags: Ablagefläche, Hindernis, stiller Gegenstand im Raum – und zugleich ein konstantes Mahnmal für die drängende Frage nach dem Wert von Dingen und Menschen.
Anstatt das Objekt zu nutzen oder gestalterisch zu verändern, wird es hier verkauft. Die Auktion erfolgt mit einem geheimen Mindestgebot. Die höchstbietende Person erhält ein Zertifikat sowie das USM Haller Board. Der gesamte Erlös wird an Asmaras World e.V. gespendet – einer in Hamburg aktiven Initiative, die geflüchtete Menschen durch Beratung und konkrete Unterstützungsstrukturen im Alltag begleitet und stärkt.
Mawuto Dotou arbeitet freiberuflich an der Schnittstelle von Kommunikationsdesign, sozialer Gestaltung und kultureller Praxis. Die Arbeit ist geprägt von intersektionalen Perspektiven, insbesondere Schwarzen und queeren Positionen, sowie von einem prozessorientierten Ansatz. Erfahrungen aus Freelancing, Lehre und gestalterischer Forschung fließen in Workshops, Talks und Mentoringformate ein, mit dem Ziel, Design als Werkzeug für Sichtbarkeit, Empowerment und kritische Auseinandersetzung zugänglich zu machen. Mawuto war Resident*in der Stiftung Hamburger Kunstsammlungen am Museum für Kunst und Gewerbe, unterrichtet derzeit an der Designschule Schwerin sowie an der Hochschule Coburg Typografie.
Bitte nicht berühren.
Dies ist eine Auktion: Sie als Besucher*in sind eingeladen, das hier ausgestellte Objekt – zerlegt in seine Einzelteile – zu ersteigern. Im Zentrum dieser Objekt-Performance steht für Designer*in Mawuto Dotou die Frage: Was ist der Wert von Dingen? Und vor allem: Was sagt dieser über die Werte aus, die wir als Gesellschaft Menschen zuschreiben?
Ausgehend von einer persönlichen Auseinandersetzung im Verlauf des Fellowships wurde es für Dotou zunehmend schwierig, sich mit dem Besitz eines kultivierten Luxusobjekts zu identifizieren. Was macht Dinge zu Statussymbolen, was zu Luxusgütern? Und wie stehen diese Objekte in Beziehung zu einer globalen Realität, in der Unfreiheit für viele zum Alltag gehört – in der Menschen die Möglichkeit verlieren, sich frei zu bewegen, Schutz zu suchen oder ihr Leben selbst zu bestimmen?
Ein USM Haller Regal war für Dotou lange ein Objekt der Begierde. Als es im Rahmen des Fellowships schließlich in ihren Besitz überging, blieb es über Wochen ungeöffnet. In seiner Verpackung wurde es Teil des Alltags: Ablagefläche, Hindernis, stiller Gegenstand im Raum – und zugleich ein konstantes Mahnmal für die drängende Frage nach dem Wert von Dingen und Menschen.
Anstatt das Objekt zu nutzen oder gestalterisch zu verändern, wird es hier verkauft. Die Auktion erfolgt mit einem geheimen Mindestgebot. Die höchstbietende Person erhält ein Zertifikat sowie das USM Haller Board. Der gesamte Erlös wird an Asmaras World e.V. gespendet – einer in Hamburg aktiven Initiative, die geflüchtete Menschen durch Beratung und konkrete Unterstützungsstrukturen im Alltag begleitet und stärkt.
Mawuto Dotou arbeitet freiberuflich an der Schnittstelle von Kommunikationsdesign, sozialer Gestaltung und kultureller Praxis. Die Arbeit ist geprägt von intersektionalen Perspektiven, insbesondere Schwarzen und queeren Positionen, sowie von einem prozessorientierten Ansatz. Erfahrungen aus Freelancing, Lehre und gestalterischer Forschung fließen in Workshops, Talks und Mentoringformate ein, mit dem Ziel, Design als Werkzeug für Sichtbarkeit, Empowerment und kritische Auseinandersetzung zugänglich zu machen. Mawuto war Resident*in der Stiftung Hamburger Kunstsammlungen am Museum für Kunst und Gewerbe, unterrichtet derzeit an der Designschule Schwerin sowie an der Hochschule Coburg Typografie.
All rights reserved 2026
All rights reserved 2026