Pos. 23
Formative Forces, 2025 Agnieszka Polkowska
Wildhopfenfaser-Spitze und Faserstadien, Metallstifte, Holzplatte, mit Heu gefüllte Rolle, umwickelt mit Leinenstoff, Metall-Flügelmuttern
Bitte nicht berühren.
Diese textile Arbeit drückt sich in Form von Spitze aus Fasern des wilden Hopfens aus. Im Zentrum steht handgefertigte Spitze, die aus pflanzlichem Material mit traditionellen Techniken hergestellt wurde.
Ausgangspunkt ist der wilde Hopfen (Humulus lupulus), eine wandernde Pflanze, die in den Auenwäldern des unteren Odertals bei Szczecin in Polen wächst. Ihre feinen Fasern werden durch Röste gewonnen – ein langsamer, natürlicher Prozess, der ohne industrielle Mittel auskommt und die Pflanze nicht beschädigt. Das daraus entstehende Material ist selten und eignet sich nicht für eine industrielle Verarbeitung, sondern erfordert zeitintensive Handarbeit. Polkowska übersetzt diese Bedingungen in die Technik der Klöppelspitze, ein Handwerk, das im 16. Jahrhundert aus Italien nach Polen kam. Der Herstellungsprozess spiegelt dabei das Wachstum der Pflanze: Fäden drehen und winden sich ähnlich wie die Ranken des Hopfens, wodurch eine Verbindung zwischen natürlichen Prozessen und kulturellen Praktiken entsteht.
So wirft die Arbeit die Frage auf, wie Freiheit durch Bewegung, Migration und Austausch entstehen kann – und nicht durch feste Grenzen.
Agnieszka Polkowska ist Designerin, Kuratorin und Dozentin. In ihrer Arbeit untersucht sie das Zusammenspiel von natürlichen und kulturellen Systemen durch ortsspezifische Recherche und experimentelle Materialpraxis.
Pos. 23
Formative Forces, 2025 Agnieszka Polkowska
Wildhopfenfaser-Spitze und Faserstadien, Metallstifte, Holzplatte, mit Heu gefüllte Rolle, umwickelt mit Leinenstoff, Metall-Flügelmuttern
Bitte nicht berühren.
Diese textile Arbeit drückt sich in Form von Spitze aus Fasern des wilden Hopfens aus. Im Zentrum steht handgefertigte Spitze, die aus pflanzlichem Material mit traditionellen Techniken hergestellt wurde.
Ausgangspunkt ist der wilde Hopfen (Humulus lupulus), eine wandernde Pflanze, die in den Auenwäldern des unteren Odertals bei Szczecin in Polen wächst. Ihre feinen Fasern werden durch Röste gewonnen – ein langsamer, natürlicher Prozess, der ohne industrielle Mittel auskommt und die Pflanze nicht beschädigt. Das daraus entstehende Material ist selten und eignet sich nicht für eine industrielle Verarbeitung, sondern erfordert zeitintensive Handarbeit. Polkowska übersetzt diese Bedingungen in die Technik der Klöppelspitze, ein Handwerk, das im 16. Jahrhundert aus Italien nach Polen kam. Der Herstellungsprozess spiegelt dabei das Wachstum der Pflanze: Fäden drehen und winden sich ähnlich wie die Ranken des Hopfens, wodurch eine Verbindung zwischen natürlichen Prozessen und kulturellen Praktiken entsteht.
So wirft die Arbeit die Frage auf, wie Freiheit durch Bewegung, Migration und Austausch entstehen kann – und nicht durch feste Grenzen.
Agnieszka Polkowska ist Designerin, Kuratorin und Dozentin. In ihrer Arbeit untersucht sie das Zusammenspiel von natürlichen und kulturellen Systemen durch ortsspezifische Recherche und experimentelle Materialpraxis.
All rights reserved 2026
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