{"id":166,"date":"2026-05-12T11:03:12","date_gmt":"2026-05-12T11:03:12","guid":{"rendered":"https:\/\/thethingfellowship.com\/leerstelle-gr81-1949-1950-copy\/"},"modified":"2026-05-12T11:05:39","modified_gmt":"2026-05-12T11:05:39","slug":"edition-suhrkamp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/thethingfellowship.com\/de\/edition-suhrkamp\/","title":{"rendered":"Edition Suhrkamp, 2010"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":108,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-166","post","type-post","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-work"],"grid":"{\"colCount\":24,\"colGutter\":11,\"rowGutters\":[75],\"frameMargin\":5,\"leftFrameMargin\":10,\"rightFrameMargin\":10,\"topFrameMargin\":10,\"mus\":{\"colGutterMu\":\"px\",\"rowGutterMu\":\"px\",\"topFrameMu\":\"px\",\"bottomFrameMu\":\"px\",\"frameMu\":\"px\"},\"bottomFrameMargin\":10,\"rowAttrs\":[{\"row100vh\":false,\"relid\":3},{\"relid\":8}],\"bgColor\":null,\"bgImage\":null,\"cont\":[{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Pos. 43<\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\"><br \/><\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Edition Suhrkamp, 2010<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">36 B\\u00e4nde, 7513 Seiten<\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\"><br \/><\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Papier<\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\"><br \/><\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Kuratiert von Grit Weber, Kuratorin f\\u00fcr Design, Kunst und Medien und stellvertretende Direktorin am Museum Angewandte Kunst<\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\"><br \/><\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Ber\\u00fchren erlaubt.<\/span><\/p>\",\"align\":\"top\",\"row\":0,\"col\":0,\"colspan\":6,\"offsetx\":0,\"offsety\":0,\"spaceabove\":0,\"spacebelow\":0,\"yvel\":1,\"push\":0,\"relid\":4,\"absolute_position\":false,\"frameOverflow\":\"\"},{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Taschenb\\u00fccher sind kleinformatige und kosteng\\u00fcnstige Buchtypen. Mit ihrer Verbreitung ab den 1950er-Jahren wird der Zugang zu wissenschaftlichen Texten und Literatur f\\u00fcr viele Leser*innen erschwinglicher. Der Zugang zu Wissen ist ein pr\\u00e4gendes Element f\\u00fcr demokratische Gesellschaften, vor allem, wenn die Texte sozialanalytische und gesellschaftskritische Inhalte verhandeln. Dass dieser Zugang auch ein \\u00e4sthetisches Ereignis sein kann, belegen die unz\\u00e4hligen Ausgaben der Edition Suhrkamp.<\/span><\/p><p>\\u00a0<\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Der Verleger Sigfried Unseld (1924\\u20132002), dessen NSDAP-Mitgliedschaft erst 2025 \\u00f6ffentlich diskutiert wurde, \\u00fcbernahm nach dem Tod von Peter Suhrkamp 1959 den Verlag. Gemeinsam mit dem Gestalter Willy Fleckhaus (1925\\u20131983) entwickeln sie ab 1963 das Konzept f\\u00fcr die Edition Suhrkamp: zeitgen\\u00f6ssische Literatur m\\u00f6glichst als Erstausgabe auf den deutschen Buchmarkt zu bringen und dabei in Schrift, Struktur und Farbe ein klares Erscheinungsbild zu erschaffen. Das Titelblatt zeigt in seiner unteren H\\u00e4lfte acht horizontale Linien. Dazwischen, in Garamond-Type der gleichen Schriftgr\\u00f6\\u00dfe, erscheinen der Name des Autors oder der Autorin, der Buchtitel und der Verlagsname. Auf dem R\\u00fccken steht dar\\u00fcber hinaus die fortlaufende Nummer der Publikation. Das sinnlichste Element ist aber das Farbspektrum. Willy Fleckhaus arbeitet hier mit der regenbogenartigen Abfolge eines Druckfarbenf\\u00e4chers. Je nach Reihenfolge des Erscheinungsdatums folgt die n\\u00e4chste Farbe. Chronologisch in einem Regal zusammengestellt, leuchten die Ausgaben im Farbverlauf von Dunkelviolett \\u00fcber alle Nuancen von Rot, Orange, Gelb und Gr\\u00fcn bis hin zu Blau, um im Folgenden wieder beim Dunkelviolett anzukommen, von wo aus das Farbspiel seinen neuen Lauf nehmen kann. Nicht nur ein einzelnes Buch, sondern eine ganze Bibliothek wird gestaltet.<\/span><\/p><p>\\u00a0<\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Artikel 5 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland sch\\u00fctzt die Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit sowie die Freiheit von Kunst, Lehre und Wissenschaft. Neben Artikel 1 zur Unantastbarkeit der Menschenw\\u00fcrde ist er einer der substanziellsten und gleichzeitig sch\\u00f6nsten, weil inspirierendsten Paragrafen in der Verfassung der Bundesrepublik. Kuratorin Grit Weber entschied sich jedoch an dieser Stelle, statt einer gebundenen Ausgabe des Grundgesetzes die Edition Suhrkamp zu zeigen \\u2013 als \\u00e4sthetisch greifbares Bild des ansonsten recht abstrakt bleibenden Artikel 5. Die Beschr\\u00e4nkung auf scheinbar einfache Gestaltungsprinzipien \\u00f6ffnet einen ideellen Raum und verweist auf das breite Spektrum der Gedanken.\\u00a0\\u00a0<\/span><\/p>\",\"align\":\"top\",\"row\":0,\"col\":12,\"colspan\":12,\"offsetx\":0,\"offsety\":0,\"spaceabove\":0,\"spacebelow\":0,\"yvel\":1,\"push\":6,\"relid\":6,\"absolute_position\":false},{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<h1 class=\\\"_capitals_headline\\\" style=\\\"text-align: center;\\\">Edition Suhrkamp, 2010<\/h1>\",\"align\":\"top\",\"row\":1,\"col\":0,\"colspan\":24,\"offsetx\":0,\"offsety\":0,\"spaceabove\":0,\"spacebelow\":0,\"yvel\":1,\"push\":0,\"relid\":2,\"absolute_position\":false,\"classes\":\"fixed-text\"},{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<p style=\\\"text-align: center;\\\"><a class=\\\"layprevproject\\\" href=\\\"#layprevproject\\\">Previous<\/a> | <a class=\\\"laynextproject\\\" href=\\\"#laynextproject\\\">Next<\/a>\\u00a0<\/p>\",\"align\":\"top\",\"row\":1,\"col\":9,\"colspan\":6,\"offsetx\":0,\"offsety\":0,\"spaceabove\":0,\"spacebelow\":0,\"yvel\":1,\"push\":9,\"relid\":1,\"absolute_position\":false}]}","phonegrid":"{\"colCount\":24,\"colGutter\":10,\"rowGutters\":[20,75,10,10,75,\"10\",75],\"frameMargin\":5,\"leftFrameMargin\":10,\"rightFrameMargin\":10,\"topFrameMargin\":10,\"mus\":{\"colGutterMu\":\"px\",\"rowGutterMu\":\"px\",\"topFrameMu\":\"px\",\"bottomFrameMu\":\"px\",\"frameMu\":\"px\"},\"bottomFrameMargin\":10,\"rowAttrs\":[{\"relid\":3},{\"relid\":16},{\"relid\":11},{\"relid\":7},{\"relid\":17},{\"relid\":5},{\"relid\":19},{\"relid\":8}],\"bgColor\":null,\"bgImage\":null,\"cont\":[{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Pos. 43<\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\"><br \/><\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Edition Suhrkamp, 2010<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">36 B\\u00e4nde, 7513 Seiten<\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\"><br \/><\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Papier<\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\"><br \/><\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Kuratiert von Grit Weber, Kuratorin f\\u00fcr Design, Kunst und Medien und stellvertretende Direktorin am Museum Angewandte Kunst<\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\"><br \/><\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Ber\\u00fchren erlaubt.<\/span><\/p>\",\"align\":\"top\",\"row\":0,\"col\":0,\"colspan\":24,\"offsetx\":0,\"offsety\":0,\"spaceabove\":0,\"spacebelow\":0,\"yvel\":1,\"push\":0,\"relid\":4,\"absolute_position\":false},{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Taschenb\\u00fccher sind kleinformatige und kosteng\\u00fcnstige Buchtypen. 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Chronologisch in einem Regal zusammengestellt, leuchten die Ausgaben im Farbverlauf von Dunkelviolett \\u00fcber alle Nuancen von Rot, Orange, Gelb und Gr\\u00fcn bis hin zu Blau, um im Folgenden wieder beim Dunkelviolett anzukommen, von wo aus das Farbspiel seinen neuen Lauf nehmen kann. Nicht nur ein einzelnes Buch, sondern eine ganze Bibliothek wird gestaltet.<\/span><\/p><p>\\u00a0<\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Artikel 5 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland sch\\u00fctzt die Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit sowie die Freiheit von Kunst, Lehre und Wissenschaft. Neben Artikel 1 zur Unantastbarkeit der Menschenw\\u00fcrde ist er einer der substanziellsten und gleichzeitig sch\\u00f6nsten, weil inspirierendsten Paragrafen in der Verfassung der Bundesrepublik. 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