{"id":193,"date":"2026-05-12T15:21:51","date_gmt":"2026-05-12T15:21:51","guid":{"rendered":"https:\/\/thethingfellowship.com\/fatma-cankaya-copy\/"},"modified":"2026-05-12T15:53:37","modified_gmt":"2026-05-12T15:53:37","slug":"semantic-extensions-johanna-seelemann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/thethingfellowship.com\/de\/semantic-extensions-johanna-seelemann\/","title":{"rendered":"Semiotische Erg\u00e4nzungen von Johanna Seelemann"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":108,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-193","post","type-post","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-work"],"grid":"{\"colCount\":24,\"colGutter\":10,\"rowGutters\":[10,100],\"frameMargin\":5,\"leftFrameMargin\":10,\"rightFrameMargin\":10,\"topFrameMargin\":10,\"mus\":{\"colGutterMu\":\"px\",\"rowGutterMu\":\"px\",\"topFrameMu\":\"px\",\"bottomFrameMu\":\"px\",\"frameMu\":\"px\"},\"bottomFrameMargin\":10,\"rowAttrs\":[{\"row100vh\":false,\"relid\":3},{\"relid\":11},{\"relid\":8}],\"bgColor\":null,\"bgImage\":null,\"cont\":[{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Pos. 6<\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\"><br \/><\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Semiotische Erg\\u00e4nzungen, Johanna Seelemann, 2026<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Holz (Eiche, Esche), Mineralerze, Metallelemente<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Bitte nicht ber\\u00fchren.<\/span><\/p>\",\"align\":\"top\",\"row\":0,\"col\":0,\"colspan\":6,\"offsetx\":0,\"offsety\":0,\"spaceabove\":0,\"spacebelow\":0,\"yvel\":1,\"push\":0,\"relid\":4,\"absolute_position\":false,\"frameOverflow\":\"\"},{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Die Arbeit setzt sich mit Gestaltung als ein in die Gesellschaft integriertes System auseinander, das dementsprechend in Verbindung und Verantwortung zu dieser steht.<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Das modulare System USM Haller wird durch h\\u00f6lzerne Beine und eine Serie von sogenannten Charms (kleine spielerische Anh\\u00e4nger) aus Mineralien erg\\u00e4nzt. Diese Eingriffe verschieben das System von innen heraus: Sie greifen seine Logik auf, ver\\u00e4ndern sie aber zugleich und machen das produzierte Objekt als ein aus basalen Materialien bestehendes wahrnehmbar.<\/span><\/p><p>\\u00a0<\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Im Zentrum steht dabei ein Verst\\u00e4ndnis von Freiheit, das nicht als v\\u00f6llige Unabh\\u00e4ngigkeit gedacht wird, sondern als eine Praxis, die immer in Beziehungen verankert ist. Gestaltung erscheint hier nicht als Ausdruck eines autonomen, \\u201efreien\\u201c Genies, sondern als Handlung innerhalb komplexer Zusammenh\\u00e4nge. Entscheidungen entstehen im Spannungsfeld zwischen Langlebigkeit und Erschwinglichkeit, zwischen ethischer Produktion und \\u00f6konomischer Effizienz, zwischen Offenheit der Nutzung und wirtschaftlicher Kalkulierbarkeit. Freiheit zeigt sich somit nicht im Fehlen von Einschr\\u00e4nkungen, sondern im bewussten Umgang mit ihnen.<\/span><\/p><p>\\u00a0<\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Die Erweiterung des Systems erfolgt \\u00fcber zwei Ebenen: Zum einen durch die h\\u00f6lzernen Beine, gefertigt aus gespaltenem Eichen- und Eschenholz. Das Material bleibt roh, der Herstellungsprozess sichtbar \\u2013 die Spuren des Spaltens und Drehens sind Teil der Form. Zum anderen durch f\\u00fcnf \\u201eCharms\\u201c, die offene Stellen im System besetzen und gezielt die Leerstellen der urspr\\u00fcnglichen Systemverbindungen aufgreifen. Sie tragen Mineralerze, die auf die materiellen Grundlagen des Systems verweisen: Eisen, Kupfer, Zink und Chrom als zentrale Bestandteile industrieller Produktion.<\/span><\/p><p>\\u00a0<\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Die Materialwahl erzeugt dabei eine bewusste Spannung. W\\u00e4hrend das verchromte System eine glatte, nahezu entmaterialisierte Oberfl\\u00e4che zeigt, die ihre Herkunft verschleiert, machen Holz und Erz ihre Entstehung sichtbar. Sie verweisen auf Ressourcen und globale Verflechtungen, die im fertigen Produkt meist unsichtbar bleiben. Das vermeintlich \\u201ezeitlose\\u201c System wird so in einen materiellen und historischen Zusammenhang zur\\u00fcckgef\\u00fchrt.<\/span><\/p><p>\\u00a0<\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">In dieser Gegen\\u00fcberstellung wird auch ein erweitertes Verst\\u00e4ndnis von Freiheit verhandelt: als M\\u00f6glichkeit, bestehende Systeme nicht nur zu nutzen, sondern zu hinterfragen und umzuschreiben. Die vorgeschlagenen Elemente sind dabei nicht als fertige Produkte gedacht, sondern als Angebot \\u2013 als Ansatz, das System offener lesbar zu machen.<\/span><\/p><p>\\u00a0<\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Johanna Seelemann ist Designerin und arbeitet zwischen Reykjav\\u00edk und Leipzig. Ihre internationale Praxis bewegt sich zwischen Produktdesign, r\\u00e4umlichen Installationen und strategischer Beratung. In ihrem Studio entstehen Projekte in Zusammenarbeit mit Institutionen, Marken und kulturellen Organisationen \\u2013 von einzelnen Objekten \\u00fcber Ausstellungen bis hin zu langfristigen Designstrategien. Dabei verbindet sie konzeptionelle Klarheit mit einem sensiblen Umgang mit Material. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Design Museum London, im V&amp;A und in der Villa Noailles gezeigt. Das Magazin Wallpaper z\\u00e4hlt sie zu den kreativen Positionen, die die heutige Designpraxis ma\\u00dfgeblich erweitern. Zu den j\\u00fcngsten Nominierungen geh\\u00f6ren der Icelandic Design Award 2025, der Dutch Design Awards Emerging Talent Award 2025 sowie der Ralph Saltzman Prize 2025 am Design Museum London.<\/span><\/p>\",\"align\":\"top\",\"row\":0,\"col\":12,\"colspan\":12,\"offsetx\":0,\"offsety\":0,\"spaceabove\":0,\"spacebelow\":0,\"yvel\":1,\"push\":6,\"relid\":6,\"absolute_position\":false,\"frameOverflow\":\"\"},{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<h1 class=\\\"_capitals_headline\\\" style=\\\"text-align: center;\\\">Johanna Seelemann<\/h1>\",\"align\":\"middle\",\"row\":1,\"col\":0,\"colspan\":24,\"offsetx\":0,\"offsety\":0,\"spaceabove\":0,\"spacebelow\":0,\"yvel\":1,\"push\":0,\"relid\":2,\"absolute_position\":false,\"classes\":\"fixed-text\"},{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<p style=\\\"text-align: center;\\\">\\u00a0<\/p><p style=\\\"text-align: center;\\\"><a class=\\\"layprevproject\\\" href=\\\"#layprevproject\\\">Previous<\/a> | <a class=\\\"laynextproject\\\" href=\\\"#laynextproject\\\">Next<\/a>\\u00a0<\/p>\",\"align\":\"top\",\"row\":2,\"col\":9,\"colspan\":6,\"offsetx\":0,\"offsety\":0,\"spaceabove\":0,\"spacebelow\":0,\"yvel\":1,\"push\":9,\"relid\":1,\"absolute_position\":false}]}","phonegrid":"{\"colCount\":24,\"colGutter\":10,\"rowGutters\":[20,75,10,10,\"10\"],\"frameMargin\":5,\"leftFrameMargin\":10,\"rightFrameMargin\":10,\"topFrameMargin\":10,\"mus\":{\"colGutterMu\":\"px\",\"rowGutterMu\":\"px\",\"topFrameMu\":\"px\",\"bottomFrameMu\":\"px\",\"frameMu\":\"px\"},\"bottomFrameMargin\":10,\"rowAttrs\":[{\"relid\":3},{\"relid\":16},{\"relid\":11},{\"relid\":7},{\"relid\":5},{\"relid\":8}],\"bgColor\":null,\"bgImage\":null,\"cont\":[{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Pos. 6<\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\"><br \/><\/span><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Semiotische Erg\\u00e4nzungen, Johanna Seelemann, 2026<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Holz (Eiche, Esche), Mineralerze, Metallelemente<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Bitte nicht ber\\u00fchren.<\/span><\/p>\",\"align\":\"top\",\"row\":0,\"col\":0,\"colspan\":24,\"offsetx\":0,\"offsety\":0,\"spaceabove\":0,\"spacebelow\":0,\"yvel\":1,\"push\":0,\"relid\":4,\"absolute_position\":false},{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Die Arbeit setzt sich mit Gestaltung als ein in die Gesellschaft integriertes System auseinander, das dementsprechend in Verbindung und Verantwortung zu dieser steht.<\/span><\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Das modulare System USM Haller wird durch h\\u00f6lzerne Beine und eine Serie von sogenannten Charms (kleine spielerische Anh\\u00e4nger) aus Mineralien erg\\u00e4nzt. 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Freiheit zeigt sich somit nicht im Fehlen von Einschr\\u00e4nkungen, sondern im bewussten Umgang mit ihnen.<\/span><\/p><p>\\u00a0<\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Die Erweiterung des Systems erfolgt \\u00fcber zwei Ebenen: Zum einen durch die h\\u00f6lzernen Beine, gefertigt aus gespaltenem Eichen- und Eschenholz. Das Material bleibt roh, der Herstellungsprozess sichtbar \\u2013 die Spuren des Spaltens und Drehens sind Teil der Form. Zum anderen durch f\\u00fcnf \\u201eCharms\\u201c, die offene Stellen im System besetzen und gezielt die Leerstellen der urspr\\u00fcnglichen Systemverbindungen aufgreifen. Sie tragen Mineralerze, die auf die materiellen Grundlagen des Systems verweisen: Eisen, Kupfer, Zink und Chrom als zentrale Bestandteile industrieller Produktion.<\/span><\/p><p>\\u00a0<\/p><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Die Materialwahl erzeugt dabei eine bewusste Spannung. 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