{"id":53,"date":"2026-02-06T09:25:03","date_gmt":"2026-02-06T09:25:03","guid":{"rendered":"https:\/\/thethingfellowship.com\/?p=53"},"modified":"2026-05-12T15:41:17","modified_gmt":"2026-05-12T15:41:17","slug":"frankfurt-cabinet-fatma-cankaya","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/thethingfellowship.com\/de\/frankfurt-cabinet-fatma-cankaya\/","title":{"rendered":"Frankfurter Schrank von Fatma \u00c7ankaya"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":108,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-53","post","type-post","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-work"],"grid":"{\"colCount\":24,\"colGutter\":10,\"rowGutters\":[10,100,10,100,10,100],\"frameMargin\":5,\"leftFrameMargin\":10,\"rightFrameMargin\":10,\"topFrameMargin\":10,\"mus\":{\"colGutterMu\":\"px\",\"rowGutterMu\":\"px\",\"topFrameMu\":\"px\",\"bottomFrameMu\":\"px\",\"frameMu\":\"px\"},\"bottomFrameMargin\":10,\"rowAttrs\":[{\"row100vh\":false,\"relid\":3},{\"relid\":11},{\"relid\":7},{\"relid\":12},{\"relid\":5},{\"relid\":14},{\"relid\":8}],\"bgColor\":null,\"bgImage\":null,\"cont\":[{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<h1><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Pos. 4<\/span><\/h1><h1>Frankfurter Schrank, Fatma \\u00c7ankaya, 2026<br \/>Metall, LED-Panels, Sexpuppen, Textilien, Kunststoff<\/h1><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Bitte nicht ber\\u00fchren.<\/span><\/p>\",\"align\":\"top\",\"row\":0,\"col\":0,\"colspan\":6,\"offsetx\":0,\"offsety\":0,\"spaceabove\":0,\"spacebelow\":0,\"yvel\":1,\"push\":0,\"relid\":4,\"absolute_position\":false,\"frameOverflow\":\"\"},{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<p>Bezugnehmend auf die gestalterische Geschichte der Stadt Frankfurt \\u2013 etwa als treibende Kraft des Neuen Wohnens in den 1920er-Jahren \\u2013 ist die Arbeit von Fatma \\u00c7ankaya sowohl eine ernsthafte Auseinandersetzung als auch eine bewusst \\u00fcberzeichnete, provokante Geste der Aneignung.<\/p><p>\\u00a0<\/p><p>Das Set-up, bestehend aus einem Schrank mit LED-Panels, einem \\u00fcbergro\\u00dfen, mit Strasssteinen besetzten Schlagring, einer \\u00fcberdimensionierten Crackpfeife sowie zwei Sex-Dolls in eigens produzierter Luxusmarkenkleidung, entwirft einen verdichteten Mikrokosmos Frankfurts. \\u00c7ankaya greift dabei gezielt Extreme der Stadt auf \\u2013 Sex, Drogen und Gewalt \\u2013 und setzt sie in Kontrast zu Luxus und dem institutionellen Rahmen des Museums.<\/p><p>\\u00a0<\/p><p>Gleichzeitig bezieht sich die Arbeit auf die sogenannte \\u201eTalahon\\u201c-Kultur. Der Begriff leitet sich vom arabischen taeal huna (\\u201eKomm mal her\\u201c) ab und wurde durch den kurdisch-syrischen Rapper Hassan popularisiert, der sich in seinen Videos entsprechend inszeniert. Seit 2024 hat sich \\u201eTalahon\\u201c zu einem pr\\u00e4genden, oft satirischen TikTok-Trend entwickelt, wobei Frankfurt am Main h\\u00e4ufig als inoffizielle Hauptstadt dieser Subkultur erscheint.<\/p><p>\\u00a0<\/p><p>Im Kontext von \\u00c7ankayas Migrationshintergrund kann die Arbeit auch als Form der R\\u00fcckaneignung gelesen werden. Sie \\u00fcbertr\\u00e4gt Codes und Bilder aus digitalen R\\u00e4umen in eine physische, institutionelle Umgebung. \\u00dcbertreibung fungiert dabei als zentrales Stilmittel \\u2013 nicht, um Realit\\u00e4t zu verzerren, sondern um bestehende kulturelle Praktiken (auch ihre eigenen) und soziale Realit\\u00e4ten innerhalb eines privilegierten Kontexts sichtbar zu machen.<\/p><p>\\u00a0<\/p><p>So verschiebt sich die Frage nach Freiheit: weniger hin zur Intention k\\u00fcnstlerischer Provokation als vielmehr zu der Frage, wer sich provoziert f\\u00fchlt \\u2013 und welche Teile gesellschaftlicher Realit\\u00e4t dabei m\\u00f6glicherweise ausgeblendet werden.<\/p><p>\\u00a0<\/p><p>Fatma \\u00c7ankaya ist eine in Berlin ans\\u00e4ssige Designerin, die an der Schnittstelle von Kunst und Design arbeitet. Sie nutzt vertraute Formen, um Konsumkultur, soziale Normen und die Anforderungen des modernen Lebens zu hinterfragen. Inspiriert von Memes, Popkultur und digitalen Trends \\u00fcbersetzt \\u00c7ankaya \\u00c4sthetiken des Internets in physische Objekte und Inszenierungen, die zugleich spielerisch und kritisch sind und g\\u00e4ngige Vorstellungen von Funktion und Geschmack infrage stellen.<\/p>\",\"align\":\"top\",\"row\":0,\"col\":12,\"colspan\":12,\"offsetx\":0,\"offsety\":0,\"spaceabove\":0,\"spacebelow\":0,\"yvel\":1,\"push\":6,\"relid\":6,\"absolute_position\":false,\"frameOverflow\":\"\"},{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<h1 class=\\\"_capitals_headline\\\" style=\\\"text-align: center;\\\">\\u00a0Fatma \\u00c7ankaya<\/h1>\",\"align\":\"middle\",\"row\":1,\"col\":0,\"colspan\":24,\"offsetx\":0,\"offsety\":0,\"spaceabove\":0,\"spacebelow\":0,\"yvel\":1,\"push\":0,\"relid\":2,\"absolute_position\":false,\"classes\":\"fixed-text\"},{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<p style=\\\"text-align: center;\\\">\\u00a0<\/p><p style=\\\"text-align: center;\\\"><a class=\\\"layprevproject\\\" href=\\\"#layprevproject\\\">Previous<\/a> | <a class=\\\"laynextproject\\\" href=\\\"#laynextproject\\\">Next<\/a>\\u00a0<\/p>\",\"align\":\"top\",\"row\":6,\"col\":9,\"colspan\":6,\"offsetx\":0,\"offsety\":0,\"spaceabove\":0,\"spacebelow\":0,\"yvel\":1,\"push\":9,\"relid\":1,\"absolute_position\":false}]}","phonegrid":"{\"colCount\":24,\"colGutter\":10,\"rowGutters\":[20,75,10,\"10\"],\"frameMargin\":5,\"leftFrameMargin\":10,\"rightFrameMargin\":10,\"topFrameMargin\":10,\"mus\":{\"colGutterMu\":\"px\",\"rowGutterMu\":\"px\",\"topFrameMu\":\"px\",\"bottomFrameMu\":\"px\",\"frameMu\":\"px\"},\"bottomFrameMargin\":10,\"rowAttrs\":[{\"relid\":3},{\"relid\":16},{\"relid\":11},{\"relid\":5},{\"relid\":8}],\"bgColor\":null,\"bgImage\":null,\"cont\":[{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<h1><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Pos. 4<\/span><\/h1><h1>Frankfurter Schrank, Fatma \\u00c7ankaya, 2026<br \/>Metall, LED-Panels, Sexpuppen, Textilien, Kunststoff<\/h1><p><span style=\\\"font-weight: 400;\\\">Bitte nicht ber\\u00fchren.<\/span><\/p>\",\"align\":\"top\",\"row\":0,\"col\":0,\"colspan\":24,\"offsetx\":0,\"offsety\":0,\"spaceabove\":0,\"spacebelow\":0,\"yvel\":1,\"push\":0,\"relid\":4,\"absolute_position\":false},{\"type\":\"text\",\"cont\":\"<p>Bezugnehmend auf die gestalterische Geschichte der Stadt Frankfurt \\u2013 etwa als treibende Kraft des Neuen Wohnens in den 1920er-Jahren \\u2013 ist die Arbeit von Fatma \\u00c7ankaya sowohl eine ernsthafte Auseinandersetzung als auch eine bewusst \\u00fcberzeichnete, provokante Geste der Aneignung.<\/p><p>\\u00a0<\/p><p>Das Set-up, bestehend aus einem Schrank mit LED-Panels, einem \\u00fcbergro\\u00dfen, mit Strasssteinen besetzten Schlagring, einer \\u00fcberdimensionierten Crackpfeife sowie zwei Sex-Dolls in eigens produzierter Luxusmarkenkleidung, entwirft einen verdichteten Mikrokosmos Frankfurts. \\u00c7ankaya greift dabei gezielt Extreme der Stadt auf \\u2013 Sex, Drogen und Gewalt \\u2013 und setzt sie in Kontrast zu Luxus und dem institutionellen Rahmen des Museums.<\/p><p>\\u00a0<\/p><p>Gleichzeitig bezieht sich die Arbeit auf die sogenannte \\u201eTalahon\\u201c-Kultur. 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