Dieses modifizierte Sitzmöbel kombiniert einen klassischen Kaffeehausstuhl aus Bugholz mit einer Armlehne aus Edelstahl, wie sie im öffentlichen Raum zum Einsatz kommt. Die Skulptur führt einen Thonet-Stuhl, der historisch für das Wiener Kaffeehaus als Ort sozialer Begegnung steht, mit einer Armlehne zusammen, wie sie in sogenannter „defensiver Architektur“ eingesetzt wird. Solche „defensiven“ Gestaltungselemente dienen dazu, bestimmte Nutzungen im öffentlichen Raum zu verhindern, etwa das Liegen oder längeres Verweilen, und schließen damit gezielt bestimmte Personengruppen aus. Durch das Einfügen der Armlehne in die Sitzfläche verliert der Stuhl seinen ursprünglichen Nutzen. Was zunächst wie eine ergonomische Unterstützung erscheint, erweist sich als Mittel der Einschränkung.
So wirft die Arbeit die Frage auf, wie Gestaltung den Zugang zum öffentlichen Raum prägt: Ermöglicht sie Teilhabe oder produziert sie stillschweigend Ausschlüsse?
Benjamin Nagy arbeitet an der Schnittstelle von Kunst und Design und nutzt häufig alltägliche Objekte als Ausgangspunkt. Durch gezielte Eingriffe macht er die in ihnen angelegten Annahmen sichtbar und lädt dazu ein, unsere Beziehung zur gestalteten Umwelt neu zu betrachten.
Dieses modifizierte Sitzmöbel kombiniert einen klassischen Kaffeehausstuhl aus Bugholz mit einer Armlehne aus Edelstahl, wie sie im öffentlichen Raum zum Einsatz kommt. Die Skulptur führt einen Thonet-Stuhl, der historisch für das Wiener Kaffeehaus als Ort sozialer Begegnung steht, mit einer Armlehne zusammen, wie sie in sogenannter „defensiver Architektur“ eingesetzt wird. Solche „defensiven“ Gestaltungselemente dienen dazu, bestimmte Nutzungen im öffentlichen Raum zu verhindern, etwa das Liegen oder längeres Verweilen, und schließen damit gezielt bestimmte Personengruppen aus. Durch das Einfügen der Armlehne in die Sitzfläche verliert der Stuhl seinen ursprünglichen Nutzen. Was zunächst wie eine ergonomische Unterstützung erscheint, erweist sich als Mittel der Einschränkung.
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