Diese ausgestellte, halbtransparente rechteckige Skulptur mit rhythmischer, gitterartiger Struktur ist eine Miniatur und Neuinterpretation des PO-2-Zaunsystems, eines standardisierten Betonmoduls, das in den 1970er-Jahren entwickelt wurde, um militärische und andere gesperrte Bereiche in der Sowjetunion abzugrenzen.
Indem die massive, geschlossene Form in ein transparentes Material übertragen wird, bleibt die charakteristische Gestalt des Zauns erhalten, während sich seine Eigenschaften grundlegend verändern. Was zuvor als physische und visuelle Barriere wirkte, wird durchlässig und sichtbar und verschiebt das Verhältnis von Sichtbarkeit und Macht. Der Zaun bleibt als Form bestehen, doch seine Funktion des Verbergens und Abgrenzens wird infrage gestellt – ein Hinweis darauf, dass Systeme der Kontrolle auch dann fortbestehen können, wenn sich ihre materiellen Erscheinungsformen wandeln.
So stellt die Arbeit die Frage, wie Grenzen weiterhin Freiheit strukturieren – sei es durch physische Präsenz, durch Sichtbarkeit oder durch ihre Verankerung im kollektiven Gedächtnis.
Marina Schmitt ist Künstlerin und arbeitet an der Schnittstelle von Abstraktion und Referenz. Ausgehend von architektonischen Fragmenten und Strukturen des späten sowjetischen Raums untersucht sie, wie historische Formen unsere Wahrnehmung prägen und in der Gegenwart nachwirken.
Diese ausgestellte, halbtransparente rechteckige Skulptur mit rhythmischer, gitterartiger Struktur ist eine Miniatur und Neuinterpretation des PO-2-Zaunsystems, eines standardisierten Betonmoduls, das in den 1970er-Jahren entwickelt wurde, um militärische und andere gesperrte Bereiche in der Sowjetunion abzugrenzen.
Indem die massive, geschlossene Form in ein transparentes Material übertragen wird, bleibt die charakteristische Gestalt des Zauns erhalten, während sich seine Eigenschaften grundlegend verändern. Was zuvor als physische und visuelle Barriere wirkte, wird durchlässig und sichtbar und verschiebt das Verhältnis von Sichtbarkeit und Macht. Der Zaun bleibt als Form bestehen, doch seine Funktion des Verbergens und Abgrenzens wird infrage gestellt – ein Hinweis darauf, dass Systeme der Kontrolle auch dann fortbestehen können, wenn sich ihre materiellen Erscheinungsformen wandeln.
So stellt die Arbeit die Frage, wie Grenzen weiterhin Freiheit strukturieren – sei es durch physische Präsenz, durch Sichtbarkeit oder durch ihre Verankerung im kollektiven Gedächtnis.
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All rights reserved 2026
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